Bereite dich gezielt auf die theoretische Prüfung zum Bodenseeschifferpatent vor – mit amtlichen Prüfungsfragen, verständlichen Erklärungen, adaptivem Lernen und realistischen Prüfungssimulationen.
Onboard unterstützt dich bei der Vorbereitung auf Kategorie A für Motorboote, Kategorie D für Segelboote sowie auf die zusätzlichen Prüfungsfragen für den Hochrhein.
Wann brauchst du das Bodenseeschifferpatent?
Das Bodenseeschifferpatent ist erforderlich, wenn du auf dem Bodensee ein Fahrzeug mit Maschinenantrieb von mehr als 4,4 kW oder ein Segelfahrzeug mit mehr als 12 m² Segelfläche führst.
Für Motorboote gilt die Kategorie A. Für Segelfahrzeuge gilt die Kategorie D.
Ist ein Segelboot zusätzlich mit einem Motor von mehr als 4,4 kW ausgestattet, benötigst du sowohl die Kategorie D als auch die Kategorie A.
Für Fahrzeuge unterhalb dieser Leistungs- beziehungsweise Segelflächengrenzen ist grundsätzlich kein Bodenseeschifferpatent erforderlich. Andere Vorschriften, etwa zur Zulassung, Ausrüstung oder zum Mindestalter des Schiffsführers, können dennoch gelten.
Welche Kategorie brauchst du?
Welche Variante du benötigst, hängt davon ab, welches Boot du führen möchtest und auf welchem Gewässer du unterwegs bist.
Kategorie A – Motorboote
Die Kategorie A berechtigt dich zum Führen von Fahrzeugen mit Maschinenantrieb, deren Motorleistung mehr als 4,4 kW beträgt.
Das Mindestalter für den Erwerb der Kategorie A beträgt 18 Jahre.
Kategorie D – Segelboote
Die Kategorie D gilt für Segelfahrzeuge mit mehr als 12 m² Segelfläche.
Das Mindestalter für den Erwerb der Kategorie D beträgt 14 Jahre.
Kategorie A und D
Möchtest du sowohl Motorboote als auch patentpflichtige Segelboote führen, benötigst du beide Kategorien.
Das gilt auch für ein Segelboot mit mehr als 12 m² Segelfläche, wenn es zusätzlich mit einem Motor von mehr als 4,4 kW ausgestattet ist.
Hochrhein
Für die Strecke zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen ist eine zusätzliche Berechtigung erforderlich.
Dafür musst du besondere theoretische Hochrheinfragen beantworten und in einer praktischen Prüfung zeigen, dass du das Fahrzeug in der Strömung sicher führen kannst.
Voraussetzung für die Hochrhein-Erweiterung ist das Bodenseeschifferpatent der Kategorie A.
Voraussetzungen für das Bodenseeschifferpatent
Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?
Für die Zulassung zur Prüfung musst du das vorgeschriebene Mindestalter erreicht haben:
- 18 Jahre für Kategorie A
- 14 Jahre für Kategorie D
Außerdem musst du körperlich und geistig zum Führen eines Schiffes geeignet sein. Dazu gehören insbesondere ein ausreichendes Hör-, Seh- und Farbunterscheidungsvermögen.
Als Nachweis ist grundsätzlich ein amts- oder fachärztliches Zeugnis erforderlich.
Zusätzlich musst du persönlich zuverlässig sein und erwarten lassen, dass du die Schifffahrtsvorschriften beachtest und auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nimmst.
Ein SBF Binnen oder SBF See, der zum maßgeblichen Zeitpunkt nicht älter als ein Jahr ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen den erneuten ärztlichen Nachweis ersetzen.
Zuständige Prüfungsbehörde
Welche Behörde für deine Prüfung zuständig ist, hängt von deinem Hauptwohnsitz ab.
Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland können die Prüfung bei einer zuständigen deutschen Bodensee-Behörde ablegen.
Bei einem Hauptwohnsitz in Österreich ist die zuständige österreichische Behörde verantwortlich. In der Schweiz erfolgt die Prüfung beim zuständigen Wohnsitzkanton.
Wie läuft die theoretische Prüfung ab?
Die theoretische Prüfung wird im Multiple-Choice-Verfahren durchgeführt.
Zu jeder Frage stehen drei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Davon ist jeweils eine Antwort richtig.
Welche Teile du bearbeiten musst, hängt von der gewünschten Kategorie und bereits vorhandenen Befähigungsnachweisen ab.
Kategorie A
Für die Kategorie A bearbeitest du den allgemeinen Prüfungsteil.
Dieser umfasst die allgemeinen Vorschriften, Ausrüstung, Signale, Schifffahrtszeichen, Fahrregeln, Umweltschutz, Seemannschaft, Wetter, Navigation und die relevanten Rheinstrecken.
Für den allgemeinen Teil stehen 60 Minuten zur Verfügung.
Kategorie D
Für die Kategorie D bearbeitest du den allgemeinen Prüfungsteil und zusätzlich die Segelfragen.
Für den allgemeinen Teil stehen 60 Minuten und für die Segelfragen weitere 20 Minuten zur Verfügung.
Kategorie A und D
Wenn du beide Kategorien gleichzeitig erwerben möchtest, bearbeitest du ebenfalls den allgemeinen Teil und die zusätzlichen Segelfragen.
Ergänzungsprüfung D
Besitzt du bereits die Kategorie A und möchtest auf Kategorie D erweitern, musst du grundsätzlich nur die zusätzlichen Segelfragen bearbeiten, sofern keine andere Anerkennungsregel greift.
Die Prüfung ist nur bestanden, wenn du in jedem einzelnen Fachgebiet die vorgeschriebene Mindestpunktzahl erreichst. Ein Ausgleich zwischen verschiedenen Themengebieten ist nicht möglich.
| Prüfungsteil | Fragen | Mindestpunkte | Zeit |
|---|---|---|---|
| Allgemeines, Zulassung und Ausrüstung | 20 | 16 | |
| Schallzeichen, Lichter und optische Signale | 10 | 8 | |
| Schifffahrtszeichen | 15 | 12 | |
| Ausweich- und Fahrregeln | 12 | 9 | |
| Umweltschutz und Seemannschaft | 12 | 9 | |
| Wetterkunde und Navigation | 10 | 8 | |
| Alter Rhein und Seerhein | 7 | 5 | |
| Allgemeiner Teil insgesamt | 86 | je Gebiet | 60 Minuten |
| Segeln allgemein | 20 | 16 | |
| Segeln – Fahrregeln | 7 | 5 | |
| Segelfragen insgesamt | 27 | je Gebiet | 20 Minuten |
| Hochrheinfragen | 16 | 13 | 15 Minuten |
Die offiziellen Prüfungsbereiche, Fragenzahlen und Zeitvorgaben werden von den zuständigen Bodensee-Behörden veröffentlicht.
Welche Themen werden geprüft?
Die offiziellen Prüfungsgebiete umfassen unter anderem Patent- und Zulassungsvorschriften, Fahrregeln, Lichter, Signale, Umwelt- und Gewässerschutz, Revierkenntnis, Navigation, Wetter sowie Bootskunde und Seemannschaft.
Vorschriften und Bootszulassung
Patentpflicht, Zulassung, Kennzeichnung sowie Bau- und Ausrüstungsvorschriften für Fahrzeuge auf dem Bodensee.
Schifffahrtszeichen und Signale
Schifffahrtszeichen, Schallzeichen, Lichterführung und optische Signale.
Ausweich- und Fahrregeln
Begegnen, Überholen, Ausweichen, Vorfahrt und das richtige Verhalten in typischen Verkehrssituationen.
Umweltschutz und Seemannschaft
Natur- und Gewässerschutz, Verhalten in Uferzonen, grundlegende Seemannschaft und sicheres Verhalten an Bord.
Wetter und Navigation
Sturmwarnungen, Wetterkunde, Kompasskenntnisse, Orientierung und grundlegende Navigation.
Revierkenntnisse
Besondere Vorschriften und Kenntnisse für den Bodensee, den Alten Rhein, den Seerhein und – bei entsprechender Erweiterung – den Hochrhein.
Segeltheorie
Segelstellung, Kurse zum Wind, Manöver, Vorfahrtsregeln für Segelfahrzeuge und besondere Situationen unter Segel.
Wie läuft die praktische Prüfung ab?
Die praktische Prüfung muss auf einem patentpflichtigen und zugelassenen Boot der Kategorie abgelegt werden, für die du das Patent erwerben möchtest.
Das Prüfungsboot muss grundsätzlich vom Bewerber beziehungsweise über eine Bootsschule gestellt werden. Während der Prüfung muss ein verantwortlicher Inhaber des entsprechenden Patents an Bord sein.
Du musst zeigen, dass du das Fahrzeug sicher führst, die vorgeschriebenen Manöver beherrschst und klare Kommandos geben kannst.
Praktische Prüfung Kategorie A
Bei der Motorbootprüfung werden unter anderem folgende Manöver geprüft:
- Umgang mit Rettungsweste und Sicherheitsgurt
- Anlegen über Backbord und Steuerbord
- Ablegen über Backbord und Steuerbord
- Mann-über-Bord-Manöver
- Kursfahren
- Wenden auf engem Raum
- Rückwärtsfahren mit Richtungsänderung
- Ankermanöver
- Einfahren in einen Liegeplatz
- Verhalten im Schiffsverkehr
Praktische Prüfung Kategorie D
Bei der Segelprüfung gehören insbesondere Rettungsmanöver mit Q-Wende und Rettungshalse zu den Prüfungsaufgaben.
Weitere mögliche Manöver sind:
- Segel setzen und bergen
- Segel wechseln
- Reffen unter Fahrt
- Fahren verschiedener Kurse
- Beidrehen
- Ankermanöver
- Vorwindkurs mit Schiften
- Manöverkreis
Knoten
Auch nautische Knoten sind ein wesentlicher Bestandteil der praktischen Prüfung.
Geprüft werden unter anderem:
- Belegen an einer Klampe
- Achtknoten
- Kreuzknoten
- Palstek
- einfacher und doppelter Schotstek
- Webleinstek
- Roringstek
Onboard unterstützt dich bei der theoretischen Prüfungsvorbereitung. Für die praktische Prüfung benötigst du zusätzlich eine praktische Ausbildung auf einem geeigneten Motor- oder Segelboot.
Hochrhein
Die Hochrhein-Erweiterung gilt für die Strecke zwischen Stein am Rhein und der Straßenbrücke Schaffhausen–Feuerthalen.
Dort musst du besondere Kenntnisse über das Fahrwasser, die Strömung sowie das Verhalten bei Berg- und Talfahrt nachweisen.
Die Hochrheinprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Beide Prüfungsteile werden gesondert durchgeführt.
In der praktischen Prüfung können unter anderem folgende Aufgaben verlangt werden:
- richtiges Verhalten bei Berg- und Talfahrt
- Anlegen bei Berg- und Talfahrt
- Mann-über-Bord-Manöver
- Manöver im Strömungsgewässer
- Streckenkunde
Werden vorhandene Führerscheine anerkannt?
Bereits vorhandene Sportbootführerscheine oder Segelscheine können dazu führen, dass einzelne theoretische oder praktische Prüfungsteile anerkannt werden.
Motorboot
Besitzt du bereits einen SBF Binnen unter Motor, einen SBF See oder einen Sportküstenschifferschein, kann die praktische Motorbootprüfung für Kategorie A anerkannt werden.
Segelboot
Besitzt du einen anerkennungsfähigen Segelnachweis, beispielsweise einen SBF Binnen unter Segel oder einen Sportküstenschifferschein, können die praktische Segelprüfung und die theoretischen Segelfragen anerkannt werden.
Umschreibung zum SBF Binnen
Ein in Deutschland ausgestelltes Bodenseeschifferpatent kann unter den geltenden Voraussetzungen prüfungsfrei in den Sportbootführerschein mit dem Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen umgeschrieben werden.
So hilft dir Onboard bei der Vorbereitung
Mit Onboard gezielt für das Bodenseeschifferpatent lernen.
Mit Onboard bereitest du dich strukturiert auf die theoretische Prüfung zum Bodenseeschifferpatent vor.
Lernen
Mit Onboard bereitest du dich strukturiert auf die theoretische Prüfung zum Bodenseeschifferpatent vor.
Üben
Wiederhole gezielt die Fragen, bei denen du noch unsicher bist. Das adaptive Lernsystem berücksichtigt deinen bisherigen Lernfortschritt.
Kategorien auswählen
Lerne gezielt für Kategorie A, Kategorie D oder die Hochrheinfragen – passend zu deiner gewünschten Berechtigung.
Prüfung
Teste dein Wissen unter realistischen Prüfungsbedingungen und erhalte anschließend eine detaillierte Auswertung.
Fortschritt
Statistiken zeigen dir, welche Themen du bereits sicher beherrschst und wo du noch weiter üben solltest.




Anmeldung und benötigte Unterlagen
Die Anmeldung erfolgt bei der für deinen Wohnsitz zuständigen Prüfungsbehörde.
In Deutschland wird die Schifferpatentprüfung unter anderem bei den zuständigen Behörden in Konstanz, Lindau und im Bodenseekreis durchgeführt.
Für die Anmeldung benötigst du in der Regel:
- einen vollständig ausgefüllten Antrag
- ein aktuelles Passbild
- ein amts- oder fachärztliches Zeugnis
- Kopien bereits vorhandener, anerkennungsfähiger Befähigungsnachweise
- gegebenenfalls weitere von der zuständigen Behörde geforderte Unterlagen
FAQ
Starte jetzt mit deiner Bodenseeschifferpatent-Vorbereitung
Lerne mit amtlichen Prüfungsfragen, verständlichen Erklärungen, adaptiven Wiederholungen und realistischen Prüfungssimulationen für Kategorie A, Kategorie D und Hochrhein.
Nach Abschluss des Abonnements beginnt die 3-tägige Testphase. Bei Kündigung innerhalb der Testphase fallen keine Kosten an.
Weitere Prüfungen
SBF See vorbereiten
SBF Binnen vorbereiten
Funkzeugnisse UBI, SRC und LRC vorbereiten
Zuletzt fachlich geprüft: Juli 2026
Quellen:
Landratsamt Bodenseekreis – Schifffahrtsamt
Landratsamt Konstanz – Schifffahrtsamt
Bodensee-Schifffahrts-Ordnung



