Funkzeugnisse UBI, SRC und LRC mit Onboard SBF App vorbereiten

Bereite dich gezielt auf die theoretische Funkzeugnis-Prüfung vor – mit Prüfungsfragen, verständlichen Erklärungen, adaptivem Lernen und realistischen Prüfungssimulationen.

Onboard unterstützt dich bei der Vorbereitung auf das UBI für den Binnenschifffahrtsfunk sowie auf das SRC und LRC für den Seefunk.

Welches Funkzeugnis brauchst du?

Welches Funkzeugnis du benötigst, hängt davon ab, wo du fährst und welche Funkanlage sich an Bord befindet.

UBI

Das UBI benötigst du für den UKW-Sprechfunk auf Binnenschifffahrtsstraßen.

SRC

Das SRC gilt für den Seefunk über UKW und für entsprechende Einrichtungen des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems GMDSS.

LRC

Das LRC gilt zusätzlich für Grenz- und Kurzwelle sowie für Seefunk über Satellit. Es schließt die Berechtigungen des SRC ein.

Vergleich: UBI, SRC oder LRC?

Das UBI berechtigt zur Bedienung einer Schiffsfunkstelle im Binnenschifffahrtsfunk. Das SRC gilt für UKW-Seefunk und UKW-GMDSS-Anlagen, während das LRC den Seefunk über UKW, Grenzwelle, Kurzwelle und Satellit abdeckt.

FunkzeugnisEinsatzbereichTypische FunkanlageMindestalter
UBIBinnenschifffahrtsfunkUKW-Binnenfunkanlage15 Jahre
SRCSeefunk im küstennahen BereichUKW-Seefunk mit DSC/GMDSS15 Jahre
LRCWeltweiter SeefunkUKW, Grenz-/Kurzwelle und Satellitenfunk18 Jahre

Wann ist ein Funkzeugnis vorgeschrieben?

UBI auf Binnenwasserstraßen

Befindet sich eine UKW-Binnenfunkanlage an Bord, muss der Fahrzeugführer oder ein Mitglied der Besatzung über das UBI verfügen und die Schiffsfunkstelle bedienen können.

SRC und LRC im Seebereich

Ist ein Sportfahrzeug mit einer Seefunkanlage ausgestattet, muss der Schiffsführer über ein Funkbetriebszeugnis verfügen, das zur vorhandenen Funkanlage passt.

Für eine UKW-Seefunkanlage ist in der Regel das SRC ausreichend. Sind zusätzlich Grenz-, Kurzwellen- oder Satellitenfunkanlagen vorhanden, wird das LRC benötigt.

UBI – Funkzeugnis für den Binnenfunk

Was ist das UBI?

Das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk – kurz UBI – ist die amtlich anerkannte Berechtigung zum Bedienen und Beaufsichtigen einer Schiffsfunkstelle auf Binnenschifffahrtsstraßen.

Es gilt für die Kommunikation zwischen Schiffen, Revierzentralen, Schleusen, Häfen und anderen Funkstellen im Binnenbereich.

Voraussetzungen für das UBI

Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Zur Prüfung kannst du bereits mit 14 Jahren und 9 Monaten zugelassen werden.

Wie läuft die UBI-Prüfung ab?

Die UBI-Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

In der Theorie bearbeitest du einen Multiple-Choice-Fragebogen. Dabei werden unter anderem folgende Themen geprüft:

  • Verkehrskreise im Binnenschifffahrtsfunk
  • Rangfolge und Arten des Funkverkehrs
  • Funkstellen und Rufzeichen
  • Frequenzen und Kanalnutzung
  • Automatisches Senderidentifikationssystem ATIS
  • Vorschriften und technische Grundlagen von Funkanlagen

In der praktischen Prüfung musst du typische Funkgespräche abwickeln und zeigen, dass du eine UKW-Binnenfunkanlage sicher bedienen kannst. Dazu gehören Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr, Routinegespräche, Testsendungen, Kanalwahl, Sendeleistung und Rauschsperre.

Verkürzte UBI-Prüfung

Besitzt du bereits ein SRC oder LRC, kannst du eine verkürzte theoretische und praktische UBI-Ergänzungsprüfung ablegen.

UBI und SRC beziehungsweise LRC können je nach Prüfungsausschuss auch am selben Tag geprüft werden.

SRC – Funkzeugnis für den UKW-Seefunk

Was ist das SRC?

Das Beschränkt Gültige Funkbetriebszeugnis – Short Range Certificate oder SRC – berechtigt dich zur Teilnahme am Seefunkdienst über UKW auf Sportbooten.

Es umfasst außerdem die Bedienung von UKW-Funkeinrichtungen des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems GMDSS.

Voraussetzungen für das SRC

Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Die Prüfung kann frühestens im Alter von 14 Jahren und 9 Monaten abgelegt werden.

Wie läuft die SRC-Prüfung ab?

DiDie SRC-Prüfung besteht aus drei Bereichen:

  • praktische Prüfung an einer UKW-DSC-Seefunkanlage
  • theoretische Multiple-Choice-Prüfung
  • schriftliche Aufnahme und Übersetzung von Funkmeldungen
Theoretische SRC-Prüfung

In der Theorie bearbeitest du einen Fragebogen mit 24 Multiple-Choice-Fragen.

Geprüft werden unter anderem:

  • englische Sprache und internationale Funkbegriffe
  • mobiler Seefunkdienst
  • GMDSS
  • Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr
  • öffentlicher und nicht öffentlicher Nachrichtenaustausch
Englische Funkmeldungen

Du musst eine englische Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets aufnehmen und anschließend ins Deutsche übertragen.

Zusätzlich wird ein deutscher Text ins Englische übersetzt.

Praktische SRC-Prüfung

In der praktischen Prüfung arbeitest du an einer UKW-Seefunkanlage mit DSC-Controller.

Zu den möglichen Aufgaben gehören:

  • Senden eines DSC-Notalarms
  • Bestätigen eines empfangenen Notalarms
  • Aussenden einer Notmeldung
  • Weiterleiten eines Notalarms
  • Beenden des Notverkehrs
  • Aufheben eines Fehlalarms
  • Senden einer Dringlichkeitsmeldung
  • Senden einer Sicherheitsmeldung
  • Abwickeln von Routinefunkverkehr
  • Einstellen von Kanälen und DSC-Funktionen

Vier gestellte Pflichtaufgaben müssen spätestens im zweiten Versuch ausreichend ausgeführt werden. Von bis zu drei weiteren Aufgaben müssen mindestens zwei bestanden werden.

LRC – Funkzeugnis für den weltweiten Seefunk

Was ist das LRC?

Das Allgemeine Funkbetriebszeugnis – Long Range Certificate oder LRC – berechtigt dich zur uneingeschränkten Teilnahme am Seefunkdienst im GMDSS auf Sportbooten.

Es gilt für:

  • Satellitenkommunikation über Inmarsat
  • UKW-Seefunk
  • Grenzwellenfunk
  • Kurzwellenfunk
Voraussetzungen für das LRC

Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Die Prüfung kann frühestens mit 17 Jahren und 9 Monaten abgelegt werden.

Wie läuft die LRC-Prüfung ab?

Die LRC-Prüfung baut auf den Anforderungen des SRC auf und erweitert sie um weltweiten Seefunk, Grenz- und Kurzwelle sowie Satellitenkommunikation.

Die Prüfung besteht aus:

  • praktischer Prüfung an einer Inmarsat-C-Anlage
  • zwei Multiple-Choice-Fragebogen
  • Aufnahme und Übersetzung von Funkmeldungen
  • praktischer Prüfung an terrestrischen Seefunkanlagen
Theoretische LRC-Prüfung

Du bearbeitest:

  • einen SRC-Fragebogen mit 24 Fragen
  • einen zusätzlichen LRC-Fragebogen mit 14 Fragen

Neben allen SRC-Themen werden unter anderem geprüft:

  • geeignete Nachrichtenübertragungswege
  • Grenz- und Kurzwellenfunk
  • Funkfernschreiben, Faksimile und Datenübertragung
  • Satellitenkommunikation und Inmarsat
  • weltweite Hauptschifffahrtswege
Praktische LRC-Prüfung

In der Praxis musst du Not-, Dringlichkeits- und Routinefunkverkehr über UKW, Grenz- und Kurzwelle abwickeln.

Zusätzlich werden Aufgaben an einer Inmarsat-C-Anlage geprüft, beispielsweise:

  • Konfigurieren der Anlage
  • Auslösen eines Seenotalarms
  • Herstellen einer Telexverbindung
  • Erstellen und Speichern von Nachrichten
  • Arbeiten mit Adressbuch und Log
  • Verwendung von Access Codes
  • Beenden der Betriebsbereitschaft

Welche Themen werden in den Funkprüfungen geprüft?

Funkvorschriften und Grundlagen

Funkzeugnispflicht, Rufzeichen, Frequenzzuteilung, Funkstellen, Kanalnutzung und rechtliche Grundlagen.

Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr

MAYDAY, PAN PAN und SÉCURITÉ sowie die richtige Rangfolge und Abwicklung des Funkverkehrs.

Bedienung der Funkanlage

Grundeinstellungen, Kanalwahl, Sendeleistung, Rauschsperre, DSC-Funktionen und Speicherabfragen.

GMDSS

Struktur und Verfahren des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems.

Funkenglisch

Englische Standardformulierungen, internationales phonetisches Alphabet sowie Aufnahme und Übersetzung von Funkmeldungen.

Satelliten- und Weitverkehrsfunk

Beim LRC zusätzlich Grenz- und Kurzwelle, Inmarsat und weltweite Nachrichtenübertragungswege.

Mit Onboard gezielt für UBI, SRC und LRC lernen

Mit Onboard bereitest du dich strukturiert auf den theoretischen Teil deiner Funkzeugnis-Prüfung vor.

Lernen

Bearbeite die Funkfragen nach Themen und nutze Erklärungen und Lernhilfen, um Vorschriften, Begriffe und Funkabläufe besser zu verstehen.

Üben

Wiederhole gezielt die Fragen, bei denen du noch unsicher bist. Das adaptive Lernsystem berücksichtigt deinen bisherigen Lernfortschritt.

Zeugnis auswählen

Lerne gezielt für UBI, SRC oder LRC und konzentriere dich auf die Inhalte, die für deine Prüfung relevant sind.

Prüfung

Teste dein Wissen unter realistischen Prüfungsbedingungen und erhalte anschließend eine detaillierte Auswertung.

Fortschritt

Statistiken zeigen dir, welche Themen du bereits sicher beherrschst und welche Inhalte du noch wiederholen solltest.

Onboard SBF App unterstützt dich bei der theoretischen Vorbereitung. Für den praktischen Prüfungsteil solltest du zusätzlich an den Funkgeräten üben, die vom jeweiligen Prüfungsausschuss verwendet werden.

Wie meldest du dich zur Funkprüfung an?

Die Anmeldung erfolgt bei einem regionalen Prüfungsausschuss des Deutschen Segler-Verbands oder des Deutschen Motoryachtverbands.

Für die Anmeldung benötigst du in der Regel:

  • einen vollständig ausgefüllten Antrag
  • ein aktuelles Passbild im Format 35 × 45 mm
  • die rechtzeitige Zahlung der Prüfungsgebühr
  • gegebenenfalls eine Kopie eines bereits vorhandenen Funkzeugnisses

Fristen und Wiederholungsprüfungen

SRC und LRC

Die Prüfung muss innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen werden. Ein nicht bestandener Prüfungsteil kann frühestens nach sieben Tagen wiederholt werden.

UBI

Eine nicht bestandene UBI-Prüfung oder ein nicht bestandener Teil kann frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden. Die Wiederholung muss spätestens innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

FAQ

01 Brauche ich UBI und SRC?
Wenn du sowohl auf Binnenwasserstraßen als auch im Seebereich mit einer Funkanlage unterwegs bist, benötigst du in der Regel UBI für den Binnenfunk und SRC oder LRC für den Seefunk.
02 Beinhaltet das SRC auch das UBI?
Nein. SRC und UBI gelten für unterschiedliche Funkdienste. Besitzt du bereits ein SRC oder LRC, kannst du jedoch eine verkürzte UBI-Ergänzungsprüfung ablegen.
03 Beinhaltet das LRC das SRC?
Ja. Das LRC umfasst die Berechtigungen und Prüfungsinhalte des SRC und erweitert sie um Grenz-, Kurzwellen- und Satellitenfunk.
04 Welches Funkzeugnis brauche ich für eine Charteryacht?
Das hängt von der eingebauten Funkanlage und dem Fahrtgebiet ab. Für eine Charteryacht mit UKW-Seefunkanlage wird normalerweise das SRC benötigt. Bei weitergehender Funk- oder Satellitenausrüstung kann das LRC erforderlich sein.
05 Muss der Schiffsführer das Seefunkzeugnis besitzen?
Ja. Bei einem Sportfahrzeug mit Seefunkanlage muss der Schiffsführer das zur Ausrüstung passende Seefunkzeugnis besitzen.
06 Gibt es einen praktischen Prüfungsteil?
Ja. UBI, SRC und LRC bestehen jeweils aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Beim SRC und LRC gehören außerdem englische Funkmeldungen und Übersetzungsaufgaben zur Prüfung.
07 Reicht die Onboard SBF App für die gesamte Prüfungsvorbereitung?
Ja.Onboard SBf App unterstützt dich umfassend bei der theoretischen Vorbereitung. Für die praktische Prüfung benötigst du zusätzlich Übungen an einer geeigneten Funkanlage.
08 Kann ich die App ausprobieren?
Nach Abschluss des Abonnements beginnt eine 3-tägige Testphase. Bei Kündigung innerhalb der Testphase fallen keine Kosten an.

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Zuletzt fachlich geprüft: Juli 2026

Quellen:
ELWIS – Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice
Portal für Sportbootführerscheine und Funkzeugnisse
Deutscher Segler-Verband
Deutscher Motoryachtverband